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Tätigkeitsbereiche

Die Kommission "Provenienzforschung und Provenienzerschließung" ist im dbv Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Herkunft von Bibliotheksbeständen.

Jedes alte Buch, jede Handschrift hat eine beziehungsreiche Geschichte. Hinter Anmerkungen, Stempeln und Nummern verbergen sich Namen, zerstreute Sammlungen, Bücherraub oder Bücherschenkung. Durch diese Spurenvielfalt werden historische Bibliotheksbestände zu vielschichtigen Kulturgütern. Die zur Erforschung und Erschließung von Provenienzen notwendigen Kompetenzen in Bibliotheken zu schaffen und zu erhalten, ist eine Zielrichtung der Kommission.

Die Verpflichtung, in der NS-Zeit geraubte Bücher und Bibliotheken an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, macht die Suche nach NS-Raubgut in Bibliotheksbeständen zu einer vordringlichen Aufgabe. Hinzu kommen Fragen zu kriegsbedingt verlagerten Kulturgütern (Beutegut) und Kulturgutverlusten während der sowjetischen Besatzung und in der DDR (z.B. durch die Bodenreform). Zu diesem wichtigen Themenkomplex bietet die Kommission Hilfestellung an und vertritt die bibliothekarischen Belange in der Öffentlichkeit sowie gegenüber Institutionen wie dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Seit Mai 2017 fungiert die Kommission als Geschäftsstelle des Arbeitskreises Provenienzforschung und Restitution – Bibliotheken.

Um die nachhaltige Dokumentation und das effiziente Retrieval von Provenienzinformationen zu fördern, unterstützt die Kommission die Weiterentwicklung der standardisierten Erfassung und kooperativen Nutzung von Provenienzdaten. Gleichzeitig verfolgt die Kommission das Ziel einer spartenübergreifenden Standardisierung, die Museen, Archive und andere Kulturinstitutionen einbezieht.

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Diese dbv-Fachkommission widmet sich den Fragen rund um die Herkunft von Bibliotheksbeständen.